Tag Archives: Männer

Die rätselhafte Welt reisender Männer

25 Aug

tech

Ich kenne sie alle, die wilden Gerüchte, die um Frauen und ihre Handtaschen kursieren. Aber ich sage euch: Die wahren Mysterien spielen sich in der Welt der Männer ab – und zwar Männer mit Gepäck.

Gerade sitze ich im IC 1037 von Hamburg Richtung Süden. Ich will Zeitung lesen, aber ich kann mich nicht konzentrieren. Ich kann nur an diese drei Mitreisenden und ihre Gepäckstücke denken:

1. Schwarz, eckig, unfassbar groß – Objekt eins gehört einem Mann mit Singapore-Shirt und roten Socken. In das Ding würde alles hineinpassen, was ich besitze und dann könnte ich mich selbst noch daneben legen. Als mir dieser Gedanke kommt, erstarre ich: Der Zug endet in Stuttgart und den Schwaben eilt ein Ruf voraus. Ich tue so, als wollte ich mir die Beine vertreten und gehe zu dem Monster, das die hintere Gepäckablage blockiert. Während wir in einen Bahnhof einfahren, gehe ich in die Knie und klopfe an die Hartschale. Jede Wette, der hat seine Frau da drin, um das Ticket zu sparen! Gerade will ich ihr ermutigend zuflüstern, da blitzen neben mir rote Socken auf. Ich schnelle in die Höhe und schon schleppt der Mann das Ding nach draußen auf den Bahnsteig – in Kassel.

2. Schwarz, mit diversen Schriftzügen und in einer geometrischen Form, deren Namen ich nicht kenne – Objekt zwei ist ein einziges Rätsel. Es ist hüfthoch, aber nicht allzu schwer, ich habe nämlich gesehen, dass der Besitzer das Ding ohne Probleme in den Zug gehievt hat. Auf dem Weg zum Klo mache ich heimlich ein Foto davon (siehe oben). Was zur Hölle ist da drin? Schlagzeug, Handbike, Riesen-Wok – ich ziehe alles Mögliche in Erwägung und verwerfe alles wieder. „Scicon Ultralight Technology“ steht an der Seite, das lässt nur einen Schluss zu: Der Mann ist ein Außerirdischer und reist mit einem Ultraleicht-Klappraumschiff – was sonst?

3. Weinrot-schwarz, zylinderförmig, groß – Objekt drei sieht aus wie ein Sandsack für Boxer. Allerding sieht der Mann, der das Ding gerade ins Eck geschoben hat, nicht aus, wie jemand, der einen Sandsack für Boxer braucht. Er ist sehr alt, sehr schmal und schon leicht gebeugt. Falls er je auf einen Sandsack eingedroschen hat, dann zu einer Zeit, als Bubi Scholz noch Karriere statt Klimbim gemacht hat. Als wir vor Frankfurt zum Aussteigen Schlange stehen, kann ich nicht anders: Ich bohre meinen Finger in das Ding. Es ist tatsächlich ein Boxsack. Ich will gerade nach Aufhängung und Schriftzügen gucken, da schubst mich mein Hintermann aus dem Gang und hinaus auf den Bahnsteig. In der Hand hält er einen kleinen, blauen Rollkoffer von Samsonite. Loser!

Deo ist gut – so gut?

23 Apr

deo.jpg.scaled1000Ich hab‘ mir Deo gekauft. Beim Deo bin ich — wie bei­spiels­weise auch in Punkto Zahn­arzt, Gynä­ko­loge und Lieb­lings­win­zer — sehr treu. Ich kaufe immer den glei­chen klei­nen Rollstift. Wäh­rend ich also in einer Dro­ge­rie auf der Suche nach mei­ner bevor­zug­ten Marke bin, trifft es mich wie ein Schlag auf den Kopf: Vor mir sehe ich ein Män­ner­deo mit dem Auf­druck „96 non­stop“. Ich bin beun­ru­higt, nehme eine Dose und über­prüfe meine Befürch­tung. Tat­säch­lich. Die 96 steht für angeb­lich 96 Stun­den Deo­schutz. Män­ner, ihr ver­lasst euch doch hof­fent­lich nicht vier Tage lang auf die Wir­kung eines Sprays. Ihr wascht euch doch inner­halb die­ser Zeit­spanne auch mal. Oder? Oder?

Ich stehe am Regal, halte die Dose der Ver­käu­fe­rin hin und frage, ob das häu­fig ver­kauft wird. „Och, geht so, nor­mal“, sagt sie und ver­steht über­haupt nicht die Bedeu­tung mei­ner Frage. In die­ser Stadt leben rund 200.000 Men­schen, davon grob geschätzt die Hälfte Män­ner, macht 200.000 männ­li­che Ach­sel­höh­len. Mir wird schwindelig. Ich zahle mei­nen klei­nen Deo­stift, gedacht zur täg­li­chen Ver­wen­dung, und ver­lasse die Dro­ge­rie. Am Ein­gang kom­men mir zwei Ach­sel­höh­len ent­ge­gen. Schrei­end springe ich zur Seite und halte mein Deo wie ein geweih­tes Kreuz vor mich. Jetzt springt der Mann zur Seite, sicht­lich in Panik. Ich hoffe, sein Deo hält.

Die Gleichzeitigkeit von Männern und Klos

2 Nov

202363_1_articlegrossteaser_klo5.jpg.scaled500Am 3. Novem­ber ist der Tag des Man­nes. Vor zehn Jah­ren hat das Wie­ner Büro der Ver­ein­ten Natio­nen erkannt, dass der Mann an sich arg benach­tei­ligt ist und drin­gend Unter­stüt­zung braucht.

Da möchte man als Frau bestimmt nicht wider­spre­chen. Immer­hin leben wir in Zei­ten, in denen fett­freie Backofen-Pommes, Hybrid­mo­to­ren und die öffent­li­che Erwerb­bar­keit von Augen­brau­en­pflege for Men die Würde eines ech­ten Kerls mit Füßen treten.

Ihr müs­st aber nicht ver­za­gen, falls euch der Ter­min nun zu kurz­fris­tig ist, um die­ses große Geschlecht so zu wür­di­gen, wie es das ver­dient hat.

Ihr bekom­men näm­lich eine zweite Chance. Am 19. Novem­ber wird in vie­len Län­dern der Inter­na­tio­nale Män­ner­tag began­gen. Par­al­lel zum Welt­toi­let­ten­tag. Da hat sich doch end­lich mal einer was bei gedacht…

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Verfasser von Gegenwartsliteratur, Kurzgeschichten, Gedichten ...

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