Tag Archives: Kuba

Suff weltweit: Z wie…

29 Nov

Travel-and-Food-Blogs sind sehr in. Ich lese sie gern. Mit exotischem Essen und mir ist es aber so eine Sache. Mopane-Raupen in Namibia, gegrillte Heuschrecken in Thailand, Froschschenkel in Frankreich? Nein, danke! International gesehen ist das Trinken mehr mein Metier. Deswegen gibt es die Rubrik “Suff weltweit von A-Z” – wird natürlich fortlaufend erweitert.

Z wie…

zwischenouzo

Symbolfoto. Falls die Skatrunde je wieder beim ein oder anderen Zwischenouzo zusammenkommt, hoffe ich auf ein Originalfoto.

Zwischenouzo in Deutschland [ein Gastbeitrag von Armin Thomas]: Hallo Silvesterkind, habe ich dir jemals erzählt, dass ich den Zwischenouzo erfunden habe? Nein? Also: Es war in den 90er-Jahren. Sonntagsabends haben wir uns nach dem „Tatort“ in der Kinoklause getroffen, um Skat zu spielen. Genauer gesagt: Nur ich habe den „Tatort“ gesehen, die drei Kollegen von der Sportredaktion haben immer so bis gegen 22 Uhr gearbeitet und sind dann zum gemeinsamen Abtrinken in die Kneipe gegangen.

An so einem Skatabend, der spätestens Punkt 1 Uhr mit dem Schließen der Klause endete, haben wir drei oder vier Runden ausgespielt, je nachdem wie es lief und je nachdem wie viel wir getrunken haben. Der Brauch war: Wer eine Runde verliert, zahlt am Ende eine Runde Ouzo.

Eine dieser Runden zog sich ziemlich in die Länge. Ein Ende – und damit ein baldiger Ouzo – war nicht absehbar. Also bestellte ich eine Runde „Zwischenouzo“ bei Sandra, die aus Idar-Oberstein stammte und später Theologie studierte.  Sie lieferte die vier Schnäpse und fragte: „Auf deinen Deckel?“  Darüber hatte ich nicht nachgedacht. Diese Frage erschütterte das gesamte Gefüge. Wer zahlt den Zwischenouzo? Die drei Kollegen reagierten nicht. Warum auch? Sie hatten nichts gemacht. Wer zahlt den Zwischenouzo? Es war ja keineswegs abzusehen, wer die Runde verlieren würde. Also war es nicht möglich, die vier Kreuze auf den Deckel eines der Mitspieler zu schreiben. Ich hatte bestellt. Das stand außer Zweifel. Also sagte ich schließlich: „Der Zwischenouzo geht auf mich.“ Die drei Kollegen hoben ihre Gläser und prosteten mir anerkennend zu.

In den folgenden Jahren haben wir noch einige Zwischenouzos getrunken. Kannst Sandra fragen.

***

Zuckerrohr

Zuckerrohrsaft auf Kuba: Wir sind in der Avenida del Puerto 262 am Hafen von Havanna. In diesem erstaunlich kleinen Kolonialhaus befindet sich das Havana Club Rum Museum und huldigt dem wohl legendärsten kubanischen Getränk, dessen Rezept der spanische Einwanderer José Arechabala im ausgehenden 19. Jahrhundert erstellt hat. Da wir mit ein paar anderen Touristen kurz auf unsere Führerin warten müssen, genehmigen wir uns im Innenhof ein Glas Guarapo – frisch gepressten Zuckerrohrsaft. Das schmale, lange Rohr wird zwischen zwei Rädern so plattgewalzt, dass aus den Fasern ein Saft austritt. Man kann ihn auf Eis, mit Säften oder in Cocktails trinken. Er schmeckt nicht nach Zuckerwasser, wie man erwarten würde, eher fruchtig-grün-erfrischend.

Der Zuckerrohrsaft ist übrigens die Grundlage für den berühmten Rum: Er wird zu Melasse gekocht, einem dunkelbraunen Sirup, der mit Hefe und Wasser fermentiert und destilliert wird. An mehr Informationen aus unserer Tour kann ich mich leider nicht erinnern. Wie vermutlich alle Teilnehmer war ich dermaßen fasziniert vom Dekoltée unserer kubanischen Führerin, dass ich ihren Text verpasst habe. Das Zusammenspiel ihres kussmundroten BHs mit dem ebenfalls kussmundroten und bis zum Äußersten gespannten „Cuba“-Schriftzug auf ihrem sehr kleinen Trägershirt war nahezu magnetisch.

Meine Erinnerung setzt wieder ein, als wir zum Abschluss der Tour an einer langen schwarzen Theke landen, an der man uns ein winziges Schlückchen siebenjährigen Havana kredenzt. Der ist übrigens recht gut: dunkel, süß, aromatisch, herb-holzig und sehr stark. Bei uns trinkt man ja fast nur den weißen Rum und den zumeist in Cocktails , auf der Insel sollte man sich jedoch früh an die puristische Version gewöhnen: Wenn für den Mojito mal wieder die Minze und für die Caipirinha die Limonen und für beide das Eis fehlt, dann trinkt man den Rum am besten auch gleich ohne Zucker, oder? Chinchin!

P.S.: Ich habe keine Ahnung, wer dieser Conan ist, aber das Video über seinen Besuch im Havana Club Museum ist großartig! Wenn auch mit einer anderen Führerin…

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10 Fragen zur Welt und keine einzige Antwort

24 Mrz

Kuba

1. Erklärt sich das Fehlen von Gleis 7 auf dem Mainzer Hauptbahnhof mit einem Hang der Rheinhessen zu Aberglaube und Märchenhaftem? Oder lässt die Tatsache, dass Gleis 11 ganz nach vorne neben Gleis 1 gebaut wurde doch nur den Schluss zu, dass der Bahnhof an Rosenmontag geplant wurde?

2. Dass unsere Verabredung „am Mittwoch um 12 Uhr am Nordkapp“ nicht geklappt hat – lag das an unserer Einschätzung nordskandinavischer Größen- und Wetterverhältnisse oder hätten wir donnerstags Erfolg gehabt?

3. Hätte ich in Ägypten jenem herablassenden, chauvinistischen, verlogenen und unfähigen Hotelchef sagen sollen, dass er herablassend, chauvinistisch, verlogen und unfähig ist – aber ohne Schaum im Haar und mit mehr an als einem Handtuch?

4. Muss ich die Tatsache, dass meine Kuba-Postkarte für eine Freundin im ostdeutschen Neubrandenburg Monate vor den nach Westdeutschland verschickten Karten ankam als immer noch existierende Bande zum einstigen sozialistischen Bruderstaat interpretieren?

5. Wenn mir ein auffallend gutaussehender Israeli in einem zur Disse umgebauten Luftschutzbunker beim Tanzen zuraunt, er fände meinen Hintern toll – ist das sexistisch oder ein Beitrag zum Weltfrieden?

6. An alle Iren: Könntet ihr bitte dafür sorgen, dass es in den Baileys-Souvernir-Shops größere Einkaufstüten gibt?

7. Liebe Japaner, wenn einer von euch vor der Ignaz-Kirche in der Mainzer Altstadt steht und glaubt, es sei der Dom, und ich dann vorbeikomme und ihm den richtigen Dom zeige und er auch total begeistert von ihm ist – warum macht er dann trotzdem mehr Bilder von mir als vom Dom?

8. Wie hätte Marine Le Pen die Frage aus meiner mündlichen Abiturprüfung, „Haben Sie ein europäisches Gewissen?“, beantwortet – und wie viele Punkte hätte sie dafür wohl bekommen?

9. Wie kann ich meinen früheren Erdkunde-Lehrer erreichen, um ihm zu sagen, dass ich mittlerweile weiß, dass es „Nordosten“ heißt und nicht „rechts oben“ und dass er, falls wir uns noch mal sehen, nicht wieder schockiert sagen soll: „Jetzt kommen all die schlimmen Erinnerungen hoch…“.

10. Und könnte jemand dem Sicherheitspersonal auf dem Flughafen in Doha ausrichten, dass ich den roten 8er-Stein ganz ehrlich nicht klauen, sondern nur gucken wollte, ob der riesige Lego-Baum wirklich aus Lego-Steinen ist?

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Silvesterkinds Funkentrio:

  1. Funke: Wie man an einem japanischen Ei versagen kann…
  2. Funke: Wie mich eine Frau namens Miao fast totmassiert hätte…
  3. Funke: Welche Rätsel Männer und ihre Reisetaschen aufgeben…

Cuba libre auf vier Rädern

12 Mrz

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Kuba, Kuba, Kuba und ein wenig Obama. Seit Wochen sind die Zeitungen voll mit Nachrichten über die Insel. Vor zwei Jahren gab es eine ähnliche Welle, als so etwas wie Reisefreiheit für die Kubaner verkündet wurde. Jedes Mal, wenn ich seither „Kuba“ in einer Schlagzeile lese, frage ich mich, ob er es schafft…

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Trinidad, Herbst 2009. Wir sind auf dem Weg zum Nationalpark Topes de Collantes. Der Taxifahrer, ein kleiner Mann mit aschgrauen Haaren, ist mürrisch. So mürrisch wie die Frau aus dem Reisebüro, die uns das Taxi organisiert hat. So mürrisch wie jeder auf dieser Insel, der für staatliche Touristikunternehmen arbeitet.

Meine Freundin hält mir ein Wasser hin: „Willst’n Schluck?“ Umgehend kommt Bewegung in den Mann: „Dachte ich mir doch, dass ihr Deutsche seid! Woher kommt ihr?“ Astreines Deutsch! Bestimmt einer der DDR-Kubaner, vermute ich, die einen des Öfteren anquatschen. Schließlich reisten in den 80ern zehntausende für Studium oder Ausbildung in den sozialistischen Bruderstaat. Doch der Mann war angeblich nie in der DDR. Und er ist wie ausgewechselt, so viel Begeisterung haben wir mit unserer Herkunft selten ausgelöst. „Ich liebe Deutschland, die Kunst, die Literatur, kennt ihr das Buch….“

Unser Fahrer vergisst, dass er mürrisch ist und parliert uns mit reizendem Akzent in Grund und Boden: „Ich habe mir auf dem Schwarzmarkt Deutschbücher gekauft, bei uns bekommt man ja alles nur auf dem Schwarzmarkt, mein Laptop haben die mir aber konfisziert. Wenn wir gleich euren Tourguide abholen, werde ich weder Deutsch noch Englisch sprechen, ich will nicht, dass die wissen, dass ich das kann…“ Wer auch immer „die“ sind, er spricht viel von ihnen. Ab und an schaffen wir es, Stichwörter einzustreuen: „Bei uns lässt sich nur im Tourismus Geld verdienen. Meine Schwester ist Ärztin im Staatskrankenhaus und verdient einen Hungerlohn im Vergleich zu mir!“

topesdecollantes

Jetzt kommen auch wir in Fahrt. In diesem kleinen Taxi, Cuba libre auf vier Rädern, können wir all die Fragen loswerden, die sich uns auf dieser wunderschönen und doch so fremden Insel stellen. „Zuhause habe ich eine Deutschlandkarte hängen – wo lebt ihr genau?“, fragt er noch mal. Sonst sagen wir immer: Frankfurt und Köln, weil Mainz und Koblenz im fernen Ausland kaum einer kennt. Aber er fängt sofort an zu schwärmen: „Der Rhein, die Mosel, wie schön, den Rhein möchte ich auch mal sehen.“ Aha, denke ich, jetzt kommt die Bitte nach Einladung und Geld. Denn Kubaner müssen vor der Reise unter anderem eine Einladung aus dem Reiseland vorweisen. Wir fragen ihn, ob er eine hat.

Stille im Taxi. Wir hoppeln weiter Richtung Nationalpark. Schließlich antwortet er: „Mir haben viele Touristen das Schreiben angeboten. Aber ich will das so nicht. Ich will meinen Koffer packen und nach Deutschland reisen. Und dann will ich wieder meinen Koffer packen und nach Hause zurückkehren. Einfach so.“ Spricht’s und hält am Straßenrand, um unseren Guide aufzusammeln. Kaum sitzt dieser im Auto, ist es vorbei mit der Freiheit der Gedanken. Unser Fahrer zwinkert uns noch mal kurz zu, macht die Schotten dicht und guckt mürrisch.

***

Fünfeinhalb Jahre ist unsere Kubareise nun her. Das Land hat sich geöffnet – oder besser: Mittlerweile verbietet nicht mehr die Regierung das Ausreisen, sondern die finanzielle Not der meisten Kubaner. Aber vielleicht schafft es unser Taxifahrer ja. Vielleicht packt er in diesem Moment seinen Koffer, um endlich nach Deutschland zu reisen. Ich hoffe, wir entäuschen ihn nicht.

Silvesterkind schmökert sich um die Welt – Kapitel 1

28 Jun

Urlaubslektüre – gehört in den Reiserucksack wie der Pass und die Durchfalltabletten. Ich nehme gerne Bücher mit, die im Reiseland spielen oder von einem einheimischen Autor stammen. Es steigert das Leseerlebnis, wenn man am Ort des Geschehens ist und nebenbei findet man über die Literatur einen eigenen Zugang zum Land und seiner Kultur. Aber ich sage es ganz offen: Ich mache es mir gerne einfach. Als Magistra der Literaturwissenschaft weiß ich, dass das Lesen mancher Texte harte Arbeit ist – und wer will im Urlaub arbeiten? Hier einige Schmökertipps, die nicht unbedingt im Kanon der Weltliteratur stehen, aber tolle Reisegefährten sind:

Baracoa_Kuba

1. Kuba – „Bevor es Nacht wird“ von Reinaldo Arenas: Gibt es noch ein Leben wie das von Arenas? Unvorstellbar. Der 1943 geborene Kubaner vereinte zwei Dinge, die im Regime von Fidel Castro undenkbar waren: Er war schwul und ein Freigeist. Er schrieb seine Texte teils auf Bäumen und lebte in Erdlöchern. Er schmuggelte seine Bücher ins Ausland und schaffte nach vielen Fluchtversuchen selbst die Ausreise. Er fand kein Leben in der Heimat und keines in der Fremde: 1990 brachte er sich um. „Bevor es Nacht wird“ ist ein autobiografischer Roman, der einen umwerfen kann. Er ist leidenschaftlich und nüchtern, mitreißend und abstoßend, zärtlich und brutal, beängstigend und urkomisch, unschuldig und völlig versaut. Er hat Elemente des typisch lateinamerikanischen magischen Realismus, der die grausame Wirklichkeit plötzlich ins Absurde weiterspinnt. Man kann dieses Buch nicht lesen, ohne tief bewegt zu sein. Schon gar nicht, wenn man gerade selbst auf Kuba ist und Gefahr läuft, sich von der Karibikschönheit besoffen machen zu lassen. Arenas‘ Buch ist der Schwall Wasser, der einen wieder zur Besinnung bringt.

2. Indien – „Der Gott der kleinen Dinge“ von Arundhati Roy: Hauptfigur des Romans ist die eigensinnige Rahel, die nach langer Abwesenheit in ihre Heimat Indien und ins Haus der Familie zurückkehrt. Kurz zuvor ist auch ihr Bruder Estha dort eingetroffen. Die beiden sind Zwillinge – grundverschieden und doch eins. Um sie herum spinnt Roy ein manchmal hochdramatisches, manchmal sehr witziges Familienepos, das viele Themen aufgreift und erklärt, die gerade Touristen fremd erscheinen: Kastensystem, Pantheismus, Kolonialismus… Der Inhalt des Buches ist vermutlich für diejenigen, die so gar keine Ahnung von diesem riesigen und vielfältigen Land haben, nicht leicht zu verstehen. Auch der Aufbau verlangt einem mit zahlreichen Zeitsprüngen und Vorausahnungen einiges an Konzentration ab. Aber die Sprache ist ein Genuss! In diesem atmosphärischen, bildgewaltigen und poetischen Roman stehen Sätze von solcher Schönheit, dass man mit Begeisterung zurückblättert, um sie noch mal zu genießen. Und dann noch mal.

3. Namibia – „Die Stunde des Schakals“ von Bernhard Jaumann: Anton Lubowski – kennt bei uns wahrscheinlich kein Mensch. Er ist so etwas wie der Olof Palme von Namibia. Lubowski war Anwalt und politischer Aktivist und wurde wenige Monate vor der Unabhängigkeit Namibias 1989 ermordet. Das Verbrechen wurde nie aufgeklärt. Genau das hatte sich der Deutsche Bernhard Jaumann leicht größenwahnsinnig vorgenommen und ist daran, wie er selber sagt, „grandios gescheitert“. „Die Stunde des Schakals“ ist daher ein Thriller und kein Tatsachenbericht. Er erzählt von düsteren und längst nicht verarbeiteten Jahren dieser noch jungen Demokratie. Jaumanns Variante der Wirklichkeit ist sicher spannend für all jene, die sich nicht nur für die Naturschönheit dieses faszinierenden Landes interessieren. Und das Beste ist: Anscheinend plant der Autor eine Serie. Zumindest geht der Leser auch in „Steinland“ wieder mit der Kriminalinspektorin Clemencia Garises aus Katutura auf Recherche.

Mein Liebster Award – Blogstöckchen!

21 Apr

Joyce und Karen haben mich eingeladen, ihre elf Fragen vom Liebster Award zu beantworten. Sinn dieses Awards ist es, andere Blogs bekannter zu machen. Da bin ich doch gerne noch mal dabei. Im Anschluss darf ich dann meine elf Fragen an elf interessante Blogger richten, die wiederum je elf Fragen an elf weitere Blogger stellen.

1. Wie bist Du zum Bloggen gekommen? Das Reisebloggen fing an, als ich sehr überraschend meinen Job verlor und die neue Freiheit zu einem Auslandsaufenthalt nutzte: Ich reiste für drei Monate zum Arbeiten nach Namibia und wollte die Daheimgeblieben auf dem Laufenden halten. Ein klassisches Family-and-Friends-Blog, das nun einfach immer weiter wächst.

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2. Was gefällt Dir am Bloggen? Ich schreibe einfach gern. Und das Bloggen ist eine schöne Form, seine manchmal bewegenden, oft lustigen und immer spannenden Erlebnisse auf Reisen festzuhalten. Außerdem lernt man darüber Gleichgesinnte kennen – das ist eine nette Community.

3. Was wünschst Du Dir von Deinen Lesern? Was alle wollen: Rückmeldungen, Kommentare, Austausch. Gerne ein paar Tipps und Anekdoten von ihren Reisen. Und wenn man Kontakte knüpft und sich irgendwann mal „in echt“ und vor allem on Tour trifft – um so besser!

4. Was bedeutet Dir Glück? Viel. Immer her damit!

5. Gibt es einen Traum, den Du Dir schon erfüllt hast? Ja 🙂

6. Gibt es einen Traum, den Du Dir unbedingt noch erfüllen möchtest? Einen? 1. Ich möchte eine Ayurweda-Massage von Shah Rukh Khan am Strand von Goa, 2. Ich möchte mich als Mann verkleiden und mich ins Crazy am Mainzer Bahnhof schmuggeln, 3. Ich möchte freien Zugang zu den Produktionsstätten von Baileys.

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7. Wer oder was inspiriert Dich? Alles Mögliche, generell habe ich ein großes Herz für Überraschungen und Absurditäten im Alltag, für Kulturschocks und den Moment, wenn der Schock nachlässt. Ich mag es, wenn man manchmal einfach in was hineingerät – sofern das Leben nicht daran hängt!

8. Was war das Überraschendste, was Du bei einer Reise bisher vergessen hattest? Nix. Ich bin ziemlich gut organisiert – da könnt ihr euch alle eine Scheibe abschneiden ;).

9. Hast Du ein außergewöhnliches Erlebnis zu berichten mit jemanden aus einem anderen Kulturkreis? Da gibt es unzählige. In Trinidad auf Kuba sind meine Freundin und ich mit einem Taxi zu einem Nationalpark gefahren. Am Steuer saß ein weißhaariger, alter Mann. Er war stumm und abweisend. Als er aber mitbekam, dass wir Deutsche sind, sprudelte es in hervorragendem Deutsch aus ihm heraus. Er war ein leidenschaftlicher Fan unseres Landes, hatte sich alles selber beigebracht. Er wusste sofort, wo unsere Heimatstädte Mainz und Koblenz liegen, schwärmte von unserer Sprache und Literatur. Er war jedoch keiner der allgegenwärtigen DDR-Kubaner, er wollte auch kein Geld und keine Einladung fürs Auswärtige Amt.  Er wollte etwas anderes: „Eines Tages werde ich als freier Mann meine Koffer packen und endlich nach Deutschland reisen – und dann werde ich als freier Mann nach Kuba zurückkehren.“ Ich hoffe, sein Traum wird irgendwann wahr.

10. Was war das Ungewöhnlichste, was Du bisher fotografiert hast? „Ungewöhnlich“ ist vielleicht nicht ganz das passende Wort, aber als ich mit zwei Freundinnen vor diesem Optikerladen in Südafrika stand, haben wir uns nicht mehr eingekriegt:

Hermanus/Südafrika, 2006

Hermanus/Südafrika, 2006

11. Teile mit uns Dein schönstes Reiseerlebnis! Oh Schreck, es gibt so viele – angefangen von einem äußerst skurrilen Junggesellenabschied in Namibia, über eine mystische Nachtfahrt durch die Negev in Israel bis zu einem wunderbaren Fado-Abend in Lissabon. Wirklich großartig war auch ein Erlebnis in Costa Rica. Wir haben uns früh morgens aus dem Bett gequält und sind zum Strand gegangen. Die Leute aus dem Dorf hatten sich im Morgengrauen versammelt, um frisch geschlüpfte Schildkröten ins Meer zu entlassen. Wie diese kleinen, tapsigen Dinger unbeirrbar ihrer Natur gefolgt sind und sich von den Wellen haben mittragen lassen – das war bewegend.

matapalo

Meine elf Fragen gehen an Anemina, Annewhere, Betrachterauge, Danares, In other news, Stadtblogozin, Textnomadin, Travelling ColognianTravelproject2014, Weltreisejunkies, Writing Tool

  1. Welches Land hat dich am meisten berührt?
  2. Wo gibt es den schönsten Sonnenuntergang?
  3. Wo hast du die wildeste Party gefeiert?
  4. Reist du lieber allein oder lieber mit jemandem?
  5. Erzähl mir eine Taxigeschichte!
  6. Erzähl mir eine Thekengeschichte!
  7. Erzähl mir eine Tiergeschichte!
  8. In welcher Situation hattest du Angst?
  9. Was ist typisch deutsch?
  10. Nenne einen Geheimtipp für deine Heimatstadt!
  11. Warum hast du angefangen zu bloggen?
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