Tag Archives: Kreis Birkenfeld

Auf nach Idar-Oberstein!

7 Mrz

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Ui. Ich bin baff: Seit einigen Tagen wird ein Blogbeitrag von mir granatenmäßig geklickt. Granatenmäßig im Vergleich zu sonst jedenfalls. Denn normalerweise kann ich nahezu jeden Klick namentlich zuordnen: Mama, Papa, Freund… Der Beitrag heißt „15 gute Gründe nicht in Idar-Oberstein zu leben„. Er ist schon zehn Jahre alt, geschrieben habe ich ihn, als ich ein Jahr lang dort gelebt und gearbeitet habe. Wie der Titel schon erahnen lässt, sind die Stadt und ich keine Kumpels geworden. Nun bekomme ich aber immer mehr Kommentare im Sinne von, kurz gefasst: Die übertreibt – und zwar mordsmäßig!!! Also, dachte ich mir, ich fahre einfach mal wieder hin! Vielleicht habe ich ja damals wirklich die schönen, coolen, besonderen Ecken verpeilt. Da seid jetzt aber auch Ihr gefragt, die Idar-Oberstein-Kenner! Schickt mir Eure Tipps: Wo muss man hin? Wo ist es schön, wo geht was ab, was sind eure Lieblingsecken?

Wie ich im Landkreis des Grauens sportlich scheiterte

7 Jun

Es ist lange her, aber ich bin nicht darüber weg: Ein Jahr habe ich in Idar-Oberstein gelebt. Als Volontärin habe ich damals meine Verzweiflung über den Landkreis des Grauens als “Nachrichten aus Death Valley” an meine Freunde in der Zivilisation geschickt. Kürzlich sind mir meine Lamenti wieder untergekommen – und da der Kreis Birkenfeld nicht an Charme gewonnen hat, dachte ich: Rein damit ins Blog! Übrigens existiert aus dieser Zeit kein Foto, ich male daher was.

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Spätsommer 2005, Landkreis des Grauens

Es gibt drei Sportarten, mit denen ich besondere Erlebnisse hatte, seit ich im Landkreis des Grauens wohne. Es sind: Schießen, Reiten, Fitness.

Schießen

Ich hatte einen Termin beim größten Schützenverein der Stadt, der alljährlich sein „Freundschaftsschießen“ durchführt. Zu diesem Spaß-Turnier melden sich Behörden, Vereine und Privatleute mit Teams an und ballern um die Wette. Ich mache es kurz: Am Luftgewehrstand hat mir einer die Waffe erklärt, den ich auf neun Jahre schätze. Falls ich also je in eine schlimme Lage geraten sollte, werde ich eher in einer Grundschule als bei der Polizei um Verstärkung bitten.

Reiten

Ich nehme seit einiger Zeit Reitstunden. Der Gaul heißt Salina (*) und hält sich für einen Komiker. Bei meiner ersten Stunde hatte ich Angst, dass ich gar nicht auf das Vieh raufkomme. Deshalb hab ich dermaßen Schwung geholt, dass ich beim Aufsteigen fast wieder auf der anderen Seite runtergefallen wäre. Ich befürchte, das war der Moment, in dem Salina beschlossen hat, mich nie wieder ernstnehmen zu müssen.

Fitness

Ich bin Mitglied in einem Fitness-Studio. Es ist ein hochmodernes Ding und passt deshalb überhaupt nicht zu mir. In meinem ersten Training hat mir Coach Jimmy, ein klitzekleiner Mann mit Migrationshintergrund, die Geräte gezeigt. Jimmy konnte nur einen einzigen Satz in fließendem Deutsch sagen und der lautete: „Wo ist dein Lächeln, Alexandra?“. Ich schwör’s euch: Er hat von mir noch ein paar andere Vokabeln gelernt.

Bei meinem zweiten Training war Coach Andy für mich zuständig. Offenbar enden alle Trainernamen auf „y“, es gibt auch noch Bobby und Josy. Dummerweise hat sich Andy vorgenommen, mich zu einer Fitness-Queen zu machen. Ich habe ihm gleich gesagt, dass er sich lockermachen kann und nicht unter Druck ist, ich bin es dann nämlich auch nicht. Allerdings hat er mich zu seiner Mission erklärt – in jeder Hinsicht.

Bei meinem letzten Training hat er mich nämlich mit roten Bäckchen angestrahlt und – das ist ein Zitat – mit den Worten „na, du kleine, süße Maus!?“ begrüßt. Das müsst ihr euch mal vorstellen! Man hat mir ja schon manches an den Kopf geworfen, aber „kleine, süße Maus“ war noch nicht darunter. Die Bezeichnung will auch so gar nicht zu meiner Selbstwahrnehmung passen, schon gar nicht, wenn ich Leggins trage.

Das mit dem Sport – das ist nichts für mich.

(*) alle Namen geändert

Die Idar-Obersteiner – höchstpersönlich

19 Mai

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Es ist lange her, aber ich bin nicht darüber weg: Ein Jahr habe ich in Idar-Oberstein gelebt. Als Volontärin habe ich damals meine Verzweiflung über den Landkreis des Grauens als “Nachrichten aus Death Valley” an meine Freunde in der Zivilisation geschickt. Kürzlich sind mir meine Lamenti wieder untergekommen – und da der Kreis Birkenfeld nicht an Charme gewonnen hat, dachte ich: Rein damit ins Blog! Übrigens existiert aus dieser Zeit kein Foto, ich male daher was.

Sommer 2005, Landkreis des Grauens

Die Menschen in Idar-Oberstein sind… öhhh… besonders!? Ich kenne die genealogischen Linien in dieser Stadt nicht im Detail, aber ich vermute, dass ein Wissenschaftler bei der Untersuchung des Genpools erstaunliche Entdeckungen machen würde. Natürlich sind nicht alle (*) verrückt, manche sind nur ein wenig wunderlich – wie Herr Popp und Herr Grün.

Ein Mann mit Präsenz

Herr Popp ist Vorsitzender eines Vereins und steht daher in regem Kontakt mit der Redaktion. Herr Popp kann per Fax, Telefon und in Person ein solches Maß an Penetranz entwickeln, dass man schnell bereit ist, ihm sämtliche Aufmacher zu widmen, in der Hoffnung, dass man danach Ruhe hat. Ich durfte ihn bei einem Termin in der Rilchenberg-Kaserne kennenlernen. Er hat mich 15-mal gefragt, wie ich heiße und mich konsequent mit Frau „Schäfer“ angesprochen. Ich musste mich sehr beherrschen, ihn nicht als „Herr Popo“ anzureden, aber die geballte Waffengewalt der IV. Inspektion hat mich abgeschreckt.

Der Termin verlief dennoch gut, war unspektakulär und schnell geschrieben. Der Artikel war in keinster Weise was Besonderes, dennoch habe ich mit diesen Zeilen Herrn Popps Herz im Sturm erobert. Seither begrüßt er mich mit Handkuss und beschwert sich, dass man so schwer an mich herankäme, weil vor meinem Schreibtisch eine große Palme steht. Was bin ich froh um das Grünzeug. Eigentlich müssten da auch noch ein paar Kakteen hinpassen.

Ein Mann mit Auftrag

Herr Grün läuft immer ganz schnell mit seiner Aktentasche durch die Stadt, was zeigt, wie ungeheuer beschäftigt er ist. Er trägt gern eine khakifarbene Weste mit vielen Taschen, in denen er wichtige Dinge verstaut. Ganz sicher könnte er mit ihnen aus dem Stand einen Jumbo zusammenbauen oder eine Operation am offenen Herzen durchführen. Jeder Besuch von ihm läuft gleich ab: Sobald Herr Grün im Raum ist, entwickeln meine Kollegen eine beachtliche Geschäftigkeit. Plötzlich müssen alle aufs Klo, in die Küche oder suchen etwas unterm Tisch.

Jedenfalls hat sich Herr Grün vor Jahren selbst als Fotograf bei der Zeitung angestellt. Das war nicht nötig, das wollte auch keiner, aber er hat sich entschieden, das zu ignorieren. Das heißt, sobald irgendwo was los ist, denkt er, er hätte einen Auftrag, macht ein Bild und kommt vorbei:

  • Grün: „Ich habe da am Wochenende mal ein Foto gemacht.“
  • Sabine: „Ach, Herr Grün, das ist doch gar nicht nötig.“
  • Grün: Gucken Sie mal, das ist doch richtig gut.“
  • Sabine: „Wer und was ist denn das?“
  • Grün: „Ja, ach so, das weiß ich jetzt auch nicht mehr so genau. Auf jeden Fall in Algenrodt.“
  • Sabine: „Aber Herr Grün, ein paar Infos brauchen wir schon. Was sollen wir denn in die Unterzeile schreiben? Falls es das Sportfest war, dann hatten wir dort eh einen Fotografen.“
  • Grün: „Ja? Den hab ich aber gar nicht gesehen.“
  • Sabine: „Das kann ja sein, die sind ja manchmal schnell wieder weg.“
  • Grün: „War wirklich jemand da? Ich hab da keinen gesehen.“
  • Sabine: „Ganz sicher, Herr Grün, ich hab die Fotos auch schon angeguckt.“
  • Grün: „Das ist doch aber komisch, dass mir da niemand aufgefallen ist. Sind Sie sicher?“
  • Sabine: „Herrrrrrrr Grrrrrrrrün, Sie können mir vertrauen. Wir haben Bilder.“

Man muss sich vorstellen, das alles geschieht morgens um 9 Uhr vor dem ersten Kaffee, direkt vor der Konferenz, während die Telefone klingeln und sich Herrn Grüns duftintensives Eau de Toilette den Raum erobert. Ich bin sicher, dass Sabine bei der nächsten Unterhaltung dieser Art Herrn Grün mit ihrer Tastatur attackiert. Um ihre weitere Karriere mache ich mir dennoch keine Sorgen. Vermutlich waren gerade wieder alle auf dem Klo, in der Küche oder unterm Tisch und keiner hat was mitbekommen.

(*) Alle Namen geändert.

Leben und Sterben in Idar-Oberstein

17 Apr

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Es ist lange her, aber ich bin nicht darüber weg: Ein Jahr habe ich in Idar-Oberstein gelebt. Als Volontärin habe ich damals meine Verzweiflung über den Landkreis des Grauens als “Nachrichten aus Death Valley” an meine Freunde in der Zivilisation geschickt. Kürzlich sind mir meine Lamenti wieder untergekommen – und da der Kreis Birkenfeld nicht an Charme gewonnen hat, dachte ich: Rein damit ins Blog! Übrigens existiert aus dieser Zeit kein Foto, ich male daher was.

Frühsommer 2005, Landkreis des Grauens

Ich bin wirklich nicht zimperlich bei Viehzeug. Schließlich komme ich vom Land und bin die Tochter eines Biolehrers. Ich konnte das Wort „Kartoffelkäfer“ aussprechen, bevor ich „Mama“ sagen konnte. Es ist nicht so, dass ich Angst vor Spinnen, Maden, Käfern, Würmern, Motten und ähnlichem Getier hätte. Ich mag sie nicht. Das Insektenzeug hat zurecht seinen Platz in der Nahrungskette weit unter mir. Ich bin intelligenter, schöner, größer – im Notfall setze ich mich einfach drauf.

Seit ich im Landkreis des Grauens lebe, sehe ich mich genötigt, die Krabbler in ihre Schranken zu weisen. Ich wohne am Ortsrand, zwischen mir und dem Wald plätschert ein Bach. Um mich herum herrscht ein widerliches Maß an Fruchtbarkeit. Und die vielbeinige Brut erkennt mich nicht als Alleinherrscher dieses Territoriums an. Mehrfach am Tag schlage ich in meiner Wohnung Spinnen tot. Kampfname: „Triple A“ (Anti-Arachno-Alex).

Jetzt ist Schluss mit lustig

Vor kurzem war das Maß des Erträglichen aber voll. Ich war gerade zu Bett gegangen, da hörte ich im Wohnzimmer Schritte: „Trappel-trappel-trappel…“ Natürlich war es mit der Nachtruhe vorbei, in mir erwachte die Blutgier. Ich also aufgestanden, um das Vieh inflagranti zu stellen. Schockschwerenot! Ein Käfer von prähistorischen Ausmaßen! Kurz habe ich überlegt, ob ich gerade eine ausgestorben geglaubte Tierart wiederentdeckt habe und bald berühmt werde. So wie damals der Typ mit dem Quastenflosser…

Egal, mir war gleich klar, dass ich das Vieh nicht einfach erschlagen konnte, denn das hätte ernste Folgen für Boden und Tapete gehabt. Also habe ich ein Glas darüber gestülpt und es draußen im Bach ertränkt. Das sollte eine Warnung an die tausend Insektenaugen sein, die mich bei dieser Hinrichtung vom Gebüsch aus beobachteten und konspirativ neue Anschläge gegen mein Seelenheil planten. In dem Moment wurde mir klar, dass ich mit psychologischer Kriegsführung und militärischer Präzision am weitesten kommen würde. Von da an habe ich die von mir erlegten Insekten nicht einfach entsorgt, sondern zur Warnung für Ihresgleichen rund um mein neues Heim ausgelegt. Im Sinne guter Hausgemeinschaft habe ich auch meinen Nachbarn einige Leichen auf die Türschwellen gelegt. An den Freudeschreien habe ich bemerkt, wie sehr sie meinen Einsatz zu schätzen wissen.

Angriff ist die beste Verteidigung

Aber ich musste noch weiter gehen, kein feindlicher Eindringling sollte mir entwischen. Heute nach Feierabend habe ich auf dem Heimweg am Krankenhausparkplatz gestoppt und mir zur Tarnung das Gesicht mit Erde verschmiert. Zu Hause angekommen öffnete ich leise die Haustür, schlich im Dunkeln zu meiner Wohnung und schloss lautlos auf. Es zählte der Überraschungseffekt! Jetzt begann die eigentliche Kampfhandlung! Ich knipste das Licht an und brüllte mir die Seele aus dem Leib, den Viechern sollte das Chitin im Panzer gefrieren. Und da sah ich sie auch schon: Angsterfüllt liefen die Spinnen und Käfer Richtung Unterschlupf – das war der richtige Moment!

Schon flog der erste Schlappen – KRACH – sofort der zweite hinterher – KAWUMM – und dann warf ich mich selbst ins Wohnungsinnere, robbte pfeilschnell über den Boden und schlug mit allem, was mir in die Finger kam nach allem, was sich bewegte! HAH! ICH KANN AUCH ANDERS !!! Natürlich dachte ich auch hier an meine lieben Hausbewohner, riss die Wohnungstür auf und brüllte: „GENOSSEN! BRÜDER! PLANQUADRAT UNTERGESCHOSS BE-FREIIIIIIT !“

Zwei Minuten später kam die Polizei. Meine Nachbarn hatten sie gerufen. Sicher mit dem Hintergedanken, dass die Ordnungshüter sich von mir was abgucken sollen. Sie haben mich auch direkt mitgenommen und ganz genau befragt. Von der Wache aus schreibe ich gerade. Wie wunderbar, dass die Idar-Obersteiner Polizisten bereit sind, von meinen innovativen Methoden zu lernen. Ich soll sogar über Nacht bleiben. Nur das Bett ist ein wenig hart…

Der Hunsrück – unendliche Weiten

14 Apr

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Es ist lange her, aber ich bin nicht darüber weg: Ein Jahr habe ich in Idar-Oberstein gelebt. Als Volontärin habe ich damals meine Verzweiflung über den Landkreis des Grauens als „Nachrichten aus Death Valley“ an meine Freunde in der Zivilisation geschickt. Kürzlich sind mir meine Lamenti wieder untergekommen – und da der Kreis Birkenfeld nicht an Charme gewonnen hat, dachte ich: Rein damit ins Blog! Übrigens existiert aus dieser Zeit kein Foto, ich male daher was.

Frühjahr 2005, Landkreis des Grauens

Ich hatte meinen ersten Außentermin. Ziel war ein beschauliches Örtchen namens Hottenbach, das etwa 17 Kilometer von Idar-Oberstein entfernt liegt. Die besorgten Fragen meiner Kollegen, ob ich den Weg finden würde, habe ich mit einem Lachen abgetan. Haha, also bitte! Ich habe mir den Weg per Routenplaner rausgesucht und mich siegessicher in meinen türkisfarbenen VW-Polo namens Klausklaus geworfen.

Was soll ich sagen? Ich vermute, es waren etwa 300 Kilometer Umweg. Dieser bekloppte Routenplaner hat mich in die Irre geführt. Mit dem findet man vielleicht vom Mainzer Hauptbahnhof zum Bruchwegstadion, aber den unendlichen Weiten des Hunsrücks ist dieser Milchbubiverein nicht gewachsen.

Schockschwerenot, ein Fremdling!

Also bin ich in einem Dorf namens Oberhosenbach mit Klausklaus in den erstbesten Hof eingefahren, um nach dem Weg zu fragen. Nur zur Kenntnis: Die Eingeborenen sind nicht an Fremde gewöhnt und alles an mir schreit „Nicht von hier!“ Ich hatte für einen Moment den Eindruck, dass sich der Landwirt bekreuzigt hat, als ich auf ihn zugesteuert bin. Er war aber sehr hilfsbereit und hat mir geraten, einen Landwirtschaftsweg zu nehmen, der sei eine tolle Abkürzung.

Mein lieber Herr Gesangsverein, im Landkreis des Grauens gibt es Feldwege mit solch einer Steigung, dass Klausklaus jede seiner 45 PS dringend braucht. Seit ich in dieser Gegend war, habe ich eine Ahnung, was die Buddhisten mit Nirvana meinen. Im Falle einer Panne würde man nicht mal meine Leiche finden. Ich hatte eine Vision: In zehn Jahren würde die Polizei meinen Eltern raten, die Suche nach mir einzustellen. Auf dem Friedhof würden sie eine kleine Gedenktafel anbringen: „Alex – verschollen im Hunsrück“.

Plötzlich sind aber die Dächer von Hottenbach vor mir aufgetaucht und ich wusste, es würde nicht so weit kommen. Nur eine Kurve noch und ich wäre über der Ortsgrenze. Ich in die Kurve und voll auf die Bremse. Ich war völlig perplex: ein Büffel! Ein Rindvieh mit Zottelhaaren hat mich angeguckt und ist dann einfach weggelaufen. Tief erschüttert bin ich weitergefahren.

Der Hot Spot von Hottenbach

Für meinen Termin war ich trotz Irrfahrt noch zu früh. Da das Wetter zum Spazierengehen zu schlecht war, habe ich die Dorfkneipe mit meiner Anwesenheit beehrt. Der Wirtin, mindestens 108 Jahre alt, ist bei meinem Anblick vor Schreck fast das Salamibrot aus der Hand gefallen. Im Nachhinein bin ich froh, dass sie keinen Schlaganfall bekommen hat.

Sie hat gefragt, was ich wolle. Das hat mich stutzig gemacht. Ich wusste nicht, ob sie eine prinzipielle Erklärung für mein Dasein wünschte oder meine Bestellung. Aus Vorsicht habe ich nur ein Wort gesagt: „Kaffee“. Das wiederum hat sie ganz aus der Fassung gebracht, Kaffee hat’s bei ihr nämlich noch nie gegeben. In irgendeiner Schublade hat sie aber ein Päckchen Cappuccino-Pulver gefunden und das hat sie mir aufgebrüht. Wir haben dann zusammen „Ein Fall für zwei“ geguckt und alles war gut.

Natürlich haben die Kollegen am nächsten Tag nach meinem Termin gefragt. Ich hatte etwas Hemmungen, den Büffel zu erwähnen. Ich wollte ja nicht unter den Verdacht des Drogenmissbrauchs geraten. Nach lautem Gelächter haben sie mir dann aber ganz locker erzählt, dass in Hottenbach ein Bauer schottische Hochlandrinder züchtet und denen bin ich wohl begegnet. Ich bin jetzt unsicher, ob ich mich mehr über die Rinder an sich wundern soll oder darüber, dass meine Kollegen so was wissen.

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